Mobil in Offenburg

Mobilität endet nicht an der Gemarkungsgrenze, im Gegenteil!

 

Viele Maßnahmen lassen sich erst sinnvoll und wirtschaftlich durch interkommunale Kooperation planen und umsetzen. Vor diesem Hintergrund erarbeiten die  14 Kommunen Achern, Appenweier, Friesenheim, Gengenbach, Kehl, Lahr, Neuried, Oberkirch, Offenburg, Rheinau, Schutterwald, Schwanau, Seelbach und Willstätt aktuell gemeinsame Lösungen und nutzen Synergieeffekte beim Thema nachhaltige Mobilität. Das von ihnen gegründete Mobilitätsnetzwerk Ortenau, welches vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird, ist das bundesweit Erste seiner Art.

 

Durch aufeinander abgestimmte Mobilitätslösungen greifen vielfältige Nahverkehrsangebote künftig besser ineinander. Bürgerinnen und Bürger sollen sich einfach und klimafreundlich in ihrer Kommune und zwischen Städten und Gemeinden fortbewegen können. Ziel des Mobilitätsnetzwerkes ist es, durch regelmäßigen Austausch die Zusammenarbeit zu optimieren und so den Gesamtaufwand für die interkommunalen Mobilitätsprojekte zu minimieren. Auf folgende drei Schwerpunktthemen haben sich die Netzwerkkommunen  verständigt: 

  • Multimodale Systeme
  • Mobilitätsstationen im interkommunalen Verbund
  • Gemeindeübergreifender Radverkehr
    eFarradpendeln in Kooperation mit Unternehmen
  • Digitale Vernetzung der Nahmobilitätsangebote
    in einer App

 www.mobilitaetsnetzwerk-ortenau.de

In regelmäßig stattfindenden Netzwerktreffen und durch den Einbezug von Experten werden dabei verschiedene Themen diskutiert und konzipiert. Hierzu zählen: Carsharing, Radverkehr, Mobilitätsstationen, ÖPNV-Anbindung, Pedelecs & E-Bikes, Mitfahrsysteme, kommunale Fuhrparke, eine gemeinsame Marke, Fahrradverleihsysteme, einheitliches und anbieterübergreifendes Buchungssystem, Anbindung von Ortsteilen, Bürgerbus bzw. weitere ÖPNV-ergänzende Angebote u.v.m.

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen als Bausteine das Gesamtverkehrskonzept des Landkreises ergänzen und somit auch weiteren Kommunen des Kreises zur Verfügung stehen.

Newsletter Mobilitätsnetzwerk Ortenau
https://www.mobilitaetsnetzwerk-ortenau.de/news-aus-dem-mobilitaetsnetzwerk-ortenau-direkt-in-ihr-postfach/

 

Betriebliches Mobilitätsmanagement in Offenburg

QR-Code Pendlerportal
Im Rahmen des betrieblichen Mobilitätsmanagements haben die Städte Lahr und Offenburg sowie die Unternehmen Hansgrohe, Hobart, Huber, Hydro, Parker, Pfeiffer&May, Printus, Schneider und Schömperlen&Gast die Mitfahrplattform
Pendlerportal.de in die Ortenau geholt.
 
 
Unter dem Hauptportal EINFACH MOBIL sowie über das Unternehmensportal
„Gewerbegebiet Elgersweier“ können die Menschen in der Region die Mitfahrerplattform kostenfrei nutzen. Bis Ende 2022 haben sich über 130 Personen auf den Plattformen registriert und nutzen das Angebot.
 

Emissionsfreie Mobilität im ÖPNV der Stadt Offenburg und Umgebung

Das Projekt „H2-Bus Offenburg“ untersucht die Umstellung des Busverkehrs in Offenburg und Umgebung auf emissionsfreie Antriebe. Ein Konsortium bestehend aus dem europäischen Institut für Energieforschung (EIFER), dem Institut für Verkehr des KIT und dem Institut für Energiesystemtechnik der Hochschule Offenburg in Kooperation mit der Stabsstelle „Mobilität der Zukunft“ der Stadt Offenburg hat die Arbeit durchgeführt. Das Umweltministerium Baden-Württembergs förderte das Projekt.

Sowohl Wasserstoff-Busse als auch Batterie-Busse können ihren Beitrag zur Umstellung des ÖPNV auf emissionsfreie Mobilität leisten. Je nach Anwendungsmuster können sich beide Technologien gut ergänzen und zu einem volkswirtschaftlichen Optimum führen. Bei der aktuellen Kostenlage ist die Einführung beider Technologien in den Betrieb mit Mehrkosten im Vergleich zur Diesel-Lösung verbunden. Die konkreten Ergebnisse werden im Verkehrsausschuss der Stadt Offenburg im Oktober 2020 vorgestellt.

 

Wasserstofftechnologien am Südlichen Oberrhein

Zum Kick-Off-Treffen am 3.Februar 2020 lud das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE etwa 20 potentielle Partner nach Freiburg ein. Das Ziel dieser Partnerschaft ist, die Einführung von Wasserstofftechnologien am südlichen Oberrhein auszuloten und voranzubringen. Die Stadt Offenburg, vertreten durch die Stabsstelle Mobilität der Zukunft wird in diese Kooperation unter anderem auch die Untersuchungsergebnisse aus der oben erwähnten Kooperation zum „H2-Bus Offenburg“ einbringen.

 

Unternehmerfrühstück

In regelmäßig stattfindenden Treffen und teilweise durch den Einbezug von Experten werden zwischen der Stadt Offenburg und Unternehmen aus dem Gewerbegebiet Elgersweier verschiedene Themen diskutiert, konzipiert und teilweise zur Umsetzung beschlossen. Hierzu zählen:

  • Verbesserung des ÖPNV für das Gewerbegebiet
  • Unterstützung von Fahrgemeinschaften im Pendelverkehr
  • Kinderbetreuung im Gewerbegebiet

Als erste konkrete Umsetzung wird derzeit an der Einführung eines Mitfahrerportals gearbeitet.
 

Zukunftsweisende Mobilitätsangebote über die Gemarkungsgrenze hinweg

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Verkehrsverhalten und die starken positiven Auswirkungen zur Reduzierung der globalen Luftverschmutzung, aber auch der wesentlich höheren Aufenthaltsqualitäten in den öffentlichen Straßenräumen der Kommunen haben eines deutlich gemacht: Es wird höchste Zeit, dass wir auf allen Ebenen Ernst machen mit der Verkehrswende!

Hierzu brauchen wir Kooperationen in vielfältiger Weise: Mit benachbarten Kommunen, Landkreisen, Regionalverbänden,  mit Wirtschaftsunternehmen, mit Bildungseinrichtungen, mit Mobilitätsdienstleister, mit Versorgungsunternehmen, mit Forschungseinrichtungen und so weiter.

Das Mobilitätsnetzwerk Ortenau ist eine solche Kooperation. Es gilt als das erste seiner Art in der Bundesrepublik. Sehr schnell fanden die zehn Bürgermeister und ihre Netzwerkverantwortlichen in neue interkommunale Strukturen hinein. Die Stadt Offenburg hat zuvor mit ihren Mobilitätsangeboten unter der Marke „EinfachMobil“ Pionierarbeit geleistet. Diese wird nicht nur in unserer Region, sondern inzwischen auch bundesweit anerkannt.

Für uns bedeutet dies Ansporn weiter zu gehen mit der Bevölkerung und den Unternehmen vor Ort. Weitere Kooperationen einzugehen zur Generierung einer starken kooperativen Wertschöpfung für unsere Region und die Menschen.

Wir nehmen unseren Auftrag ernst und arbeiten auf die dringend erforderliche Verkehrswende hin. Hierbei haben wir die von der Staatengemeinschaft, aber auch von Bund und Land formulierten und vereinbarten Klimaschutzziele fest vor Augen.

 
 
 
Erster Bürgermeister Oliver Martini Stabsstellenleiter Mobilität der Zukunft Mathias Kassel
 

Offenburg gehört zur Modellregion für „Klima mobil“ – Land unterstützt neue Wege im Klimaschutz im Verkehr

Aus 41 Bewerbungen aus ganz Baden-Württemberg hat eine Jury 15 Modellkommunen ausgewählt, die hochwirksame Maßnahmen zum Klimaschutz im Verkehr umsetzen. Offenburg hatte sich gemeinsam mit Kehl, Gengenbach, Lahr, Rheinau, Schutterwald und Willstätt als Modellregion beworben und gehört nun zu den Kommunen, die im Kompetenznetz „Klima mobil“ vom Land unterstützt werden. Im Fokus der Vorhaben stehen Maßnahmen aus drei zentralen Handlungsfeldern: die Bevorrechtigung umweltfreundlicher Verkehre – wie zum Beispiel ausreichend breite Radverkehrsanlagen –, koordiniertes Betriebliches Mobilitätsmanagement mit großen Unternehmen und die Verkehrsberuhigung oder Straßenraumgestaltung sowie weitere Themen aus dem gerade neu startenden Masterplan Verkehr.

Das Mobilitätsnetzwerk Ortenau lässt derzeit ein grundlegendes Konzept zu Mobilitätsstationen erstellen und bereitet die Voraussetzungen für die planerische, bauliche und betriebliche Umsetzung vor. In Offenburg sollen weitere Mobilitätsstationen an zentralen Punkten wie in der Innenstadt, in dicht besiedelten Bereichen sowie in Neubaugebieten, aber auch in den Ortschaften eingerichtet werden. Dort lässt sich dann beispielsweise die Nutzung von Carsharing-Fahrzeugen, das Laden von E-Bikes und E-Autos mit dem Umstieg in den ÖPNV verbinden.

Mit der Teilnahme am Kompetenznetz „Klima mobil“ hat die Stadt erklärt, dass sie sich mit ihren Maßnahmen an den Klimazielen des Landes orientieren wird. Dazu gehören die Senkung der Treibhausgasemissionen im Verkehr um 40 Prozent (im Vergleich zu 1990, im bisherigen verkehrlichen Leitbild waren 30 Prozent angestrebt), klimaneutrale Mobilität bis 2050, doppelt so viele Angebote im ÖPNV, ein Drittel weniger Kraftfahrzeugverkehr in der Stadt, 50 Prozent der Wege werden mit dem Rad oder zu Fuß zurückgelegt, der Güterverkehr wird zu einem Drittel klimaneutral.

Baubürgermeister Oliver Martini: „Ich bin überzeugt, dass Offenburg auf dem richtigen Weg ist: „Wir werden im Rahmen des Masterplans Verkehr die Ziele konkretisieren und geeignete Maßnahmen entwickeln, um diese Ziele in Offenburg zu erreichen.“

 

Öffentliche Transporträder im Test

TINK (Transportrad Initiative Nachhaltiger Kommunen) läuft jetzt in Offenburg und 14 weiteren Städten

Ein Transportrad-Mietsystem geht auf Wanderschaft. Die vier Städte Singen, Leipzig, Reutlingen und Dortmund werden jeweils fünf Monate lang testen, wie öffentliche Transporträder bei ihren Bürgerinnen und Bürgern ankommen. Offenburg hatte bereits Mitte Dezember 2020 mit zehn weiteren Städten begonnen, das erste kommunale Netzwerk für öffentliche Transportrat-Mietsysteme auszuprobieren.

Mobilitätstation mit Lastenrad

Eva und Markus leihen sich Räder aus

Nach der Testphase wird entschieden, wie künftig das eigene Mietsystem aussehen könnte. Der Testlauf ist ein innovativer Teil des Projekts TINK Netzwerk. TINK steht für Transportrad Initiative Nachhaltiger Kommunen.
Dazu gehören die Städte Aachen, Hamburg, Hannover, Mannheim, Konstanz, Mainz, Norderstedt, Offenburg, Rostock, Weimar und Wiesbaden. Sie starteten am 17. Dezember 2020 das erste kommunale Netzwerk für öffentliche Transportrad-Mietsysteme in ganz Europa, um nachhaltige Mobilität zu fördern und Innenstädte von Verkehr zu entlasten. Mit dabei sind zwei Verkehrsgesellschaften (Reutlingen und Wiesbaden) und der Verkehrsverbund Rhein-Neckar. Das gemeinsame Ziel lautet: öffentliche Transportrad-Mietsysteme als Baustein der Verkehrswende voranbringen.
Solche Mietsysteme bringen viele Vorteile, heißt es in der Pressemitteilung: Sie sind ein zusätzliches Mobilitätsangebot für die Bevölkerung. Dadurch reduzieren sie den Autoverkehr, was zu einer Entlastung der Verkehrsflächen beiträgt und den Ausstoß von Schadstoffen senkt (Klimaziele). Weniger Lärm ist die Folge – und es macht viel Spaß, mit Transporträdern unterwegs zu sein, kostengünstig, entschleunigend und gesund.
Warum ist es dabei sinnvoll, dass sich Kommunen vernetzen? Offenburgs Bürgermeister Oliver Martini: „Es ist wichtig, dass die Kommunen zu solch neuen Mobilitätsangeboten ihre Erfahrungen austauschen. Deshalb freue ich mich, dass wir Teil dieses Netzwerkes sind und von den Erfahrungen anderer profitieren können und unsere eigenen ergänzen können.“
Zunächst einmal muss das Rad nicht überall neu erfunden werden. Im Netzwerk können die Kommunen wichtige Erfahrungen teilen, einheitliche Standards für die Angebote entwickeln und Innovationen voranbringen. Sie sind dabei, eine gemeinsame Open-Source-Buchungsplattform für das Mieten der Fahrräder zu entwickeln. Das versetzt sie in die Lage, bei der Arbeit an der Plattform auf die Erfahrung der anderen Städte aufzubauen.
Es kommt hinzu: Die Kommunen könnten diese Plattform auch für bestehende Systeme anbieten wie Car-Sharing, Radausleihe oder auch ÖPNV. Diese Angebote ließen sich verzahnen, und Bürger könnten sie auf einer gemeinsamen Plattform buchen. Wer in Konstanz mit einem Transportrad zum Bodensee will, könnte dann dieselbe App nutzen, wie sie in Rostock nötig ist. Nur dort geht der Ausflug an die Ostsee. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur gefördert.